“Auf Entdeckertour in Linden-Limmer”
Am 8. Mai 2007 ist der Startschuß für die Stadtteilkampagne Linden-Limmer gefallen.
Es gibt viel zu erfahren. Über den Stadtteil, über die Vergangenheit und nicht zuletzt über die Mitmenschen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden sich anhand historischer Bilder und standortgetreuer aktueller Vergleichsfotos auf Entdeckertour im Stadtbezirk begeben und darüber in Kontakt kommen. Die Entdeckertour soll durch verschiedene Aktionsformen (Bausteine) bestehende Kultur- und Dienstleistungsangebote miteinander in Kontakt bringen bzw. stärker vernetzen. Das Projekt läuft – je nach Ineinandergreifen der Bausteine – über 1 bis 2 Jahre.
Was passiert aktuell auf der Entdeckertour in Linden/Limmer? Auf der Auftaktveranstaltung wurde ein Gewinnspiel in Zusammenarbeit mit 15 ortsansässigen Geschäften gestartet, die bis zum Juni Plakate und Fragebögen aushängten beziehungsweise -legten. Unter den richtigen Lösungen wurden interessante Preise verlost, u.a. Karten für die historische Straßenbahnfahrt
Gefördert wird das Projekt von der Region Hannover und dem Land Niedersachsen.
Ziele
- Stadtteil-Marketing
- Kooperation von kulturellen Einrichtungen und wirtschaftlichen Anbietern
- Motiviertes Lernen und schulische Bildung “im Quartier”
- Bürger/innen miteinander im Gespräch (Alt und Jung, Linden-Limmeraner und Hannoveraner, Migranten und Deutsche etc.)
Bausteine (“Module”)
- A. Vergleichfotos und Standortrecherchen
- B. Sammelalbum mit einem Bonussystem von örtlichen Geschäftsleuten
- C. Schulische Lernprojekte
- D. Erzählcafés
- E. Multimediale Ausstellung (Ergebnisse aus A bis D)
- F. Darstellung der Fotomotive im Straßenbild / am Fotostandort
Die Bausteine können auch weitgehend unabhängig voneinander und ohne den zeitlichen Zusammenhang des Gesamtprojektes realisiert werden. Dauer: 1 – 2 Jahre (je nach Ineinandergreifen der Bausteine). Projektszizze
Wir bitten um Ihre Unterstützung!
- Können Sie uns alte Fotos aus Linden oder Limmer ausleihen?
- Wir suchen Fotos von Straßen, Plätzen und Häuserreihen aus der Zeit zwischen 1890 und 1980 als Vorlagen für aktuelle Vergleichsbilder.
- Die Fotovergleiche früher – heute werden die Grundlage für Entdeckertouren in Linden und Limmer bilden.
Michael Jürging
Tel. 33 895-33 (tags) oder 44 85 13 (abends)
e-mail: michael.juerging@agwa-gmbh.de
Manfred Wassmann
Tel. 213 54 30 (tags)
e-mail: buero@freiraum-und-umwelt.de
Mechanische Weberei zu Linden 1925
Der Postkarte aus dem Jahr 1925 (Nachlass Werner Krämer) liegt ein Luftbild zu Grunde, auf dem die Mechanische Weberei fototechnisch besonders hervorgehoben wurde. Als Anhaltspunkte zur Orientierung sehen wir unten die Ihme mit einigen Flussschiffen. Oben rechts befindet sich der Küchengartenplatz. Am rechten Bildrand, gleich neben dem dortigen Schornstein, fährt ein dreiteiliger Straßenbahnzug zur Spinnereibrücke, die sich schräg unten rechts außerhalb des Bildausschnitts befindet.
Lindener Samt
Mit der hübschen Reklamepostkarte (Sammlung Jürgen Wessel), deren Erscheinungsjahr uns leider unbekannt ist, wird auf possierliche Weise Reklame für den Lindener Samt gemacht. Bei dem abgebildeten Paar fühlt man sich glatt an den Sarotti-Mohr und Claudia Schiffer („Weil ich es mir wert bin!“) erinnert.
Ihmezentrum um 1980
Und schließlich noch ein Bild aus der Blütezeit des Ihmezentrums (Nachlass Werner Krämer): Vor etwa 30 Jahren war der Gebäudekomplex ein Symbol der Stadtmoderne und wurde folglich auch als Motiv für Ansichtskarten verwendet.
Blumenauer Straße 1901
Blumenauer Straße 2007
Dies ist nun das aktuelle Vergleichsbild zur Neujahrspostkarte von 1901, aufgenommen am 6. April diesen Jahres. Die Bauzäune und die große Werbetafel in der Bildmitte (hinter dem „P“-Zeichen) deuten an, dass sich im Inneren des Ihmezentrums was tut. Das Ende ist vorerst offen – genauso wie die Erdgeschossetage halbrechts.







