SA 24.10.2009 |
SA 24.10.2009
Festival mit The Thermals, Trashmonkeys, Boomhauer, Telekinesis, Must Have Been Tokyo, Downpilot, They Want A Flughafen und Noetics
ORT: 60er-Jahre-Halle und Mephisto
EINLASS: 19:00 Uhr / BEGINN: 20:00 Uhr
EINTRITT: VVK: 15,- Euro / AK: 18,- Euro
RUBRIK: Livemusik
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17 Clubs, ein Eintritt und eine unglaubliche Vielfalt an Live-Musik – das ist das Konzept von “Random Play – Hannovers Clubkarussell”, das heute zum ersten Mal in der Landeshauptstadt kreiselt. Zum einmaligen Eintritt von 15 Euro im Vorverkauf und 18 Euro an der Abendkasse können ab 20 Uhr alle 17 Locations (3Raum, Béi Chéz Heinz, broncos, Café Lohengrin, Capitol, GiG, Jazz Club, Jugendkirche Lutherkirche, Kulturpalast, Kulturzentrum Faust, Kuriosum, Marlene, Medienhaus Hannover, Musikzentrum Hannover, Pavillon, Spandau und der Wanderklub im Anzeiger-Hochhaus) besucht werden. Live gespielt wird garantiert bis 24 Uhr, danach werden viele Spielorte ein DJ-Programm für Tanzfreudige anbieten. Für den sicheren Transport sorgt ein Shuttle-Service der Üstra.
Das Lineup im Mephisto:
20.00 Uhr Downpilot (Songwriter-Rock, Seattle/USA)
21.30 Uhr Must Have Been Tokyo (New Wave, Bern/CH)
23.00 Uhr Boomhauer (Rock’n’Roll, Turku/FI)
01.45 Uhr Noetics (Instrumental Psychedelic, Hannover)
Das Lineup in der 60er-Jahre Halle:
20.45 Uhr They Want A Flughafen (Indie-Rock, Hannover)
22.15 Uhr Telekinesis (Indie-Rock, Seattle/USA)
23.45 Uhr Trashmonkeys (Punk’n’Roll, Bremen)
00.30 Uhr The Thermals (Alternative-Indie, Portland/USA)
Im Anschluss bittet DJ Dan Hammond mit schmucken Indie-Sounds zum Tanz.
The Thermals (Alternative-Indie, Portland/USA)
Schrammelig eingängige Indie-Punk-Gitarren, eckige, aber dennoch hymnenhafte Hooks und Grooves, eine sympathische Sound- und Song-Nähe zu Indie-Größen wie The Pixies und ein aktionistischer Gesang, der bisweilen an den jungen Marc E. Smith erinnert und durch eine zweite weibliche Stimme ergänzt wird: The Thermals haben unüberhörbar ihre Lektion in Indie-Punk-Rock gelernt. Und ebenso unüberhörbar haben Kathy Foster, Hutch Harris und Westin Glass riesigen Spaß an ihrer ureigenen Version von Rock. Um Querverweise kümmern sich die Portländer ohnehin einen feuchten Kehricht. Erlaubt ist, was zündet, gefällt und vor allem auf der Bühne explodiert. Alles andere zählt im Thermals-Universum nun einmal nicht. Und genau das lieben ihre Fans: Unverbiegbar sind die Thermals. Großartig.
Trashmonkeys (Punk’n’Roll, Bremen)
Die Trashmonkeys gelten ohne Wenn und Aber als Institution im deutschen Rock-Beat-Roll-Punk-Pop. Mit ihren bisherigen vier Alben haben sich die Bremer im Durchmarsch den Ruf der absoluten Kritiker-Lieblinge erspielt – eine stetig wachsende Fanschar spricht außerdem Bände. Im Gepäck haben die fünf Jungs um Frontmann Andreas Wolfinger ihr aktuelles Album „Smile“. Und obwohl es auf das Wesentliche reduziert zu sein scheint, ist es doch wieder kongenial vollgepackt mit pumpendem Rhythmus, feist bratenden Gitarren, heulenden Orgeln und hymnengleichen Hooklines, welche die Gehörgänge nicht mehr verlassen. Ein Qualitäts-Gütesiegel, dem die Trashmonkeys auch im Jahr 2009 treu bleiben. Und ein Gütesiegel, das die fünf “Müllaffen” vor allem live in ihrer ganz eigenen Liga definieren.
Boomhauer (Rock’n’Roll, Turku/FI)
So muss Rock’n’Roll klingen: “River Run Deep” nennt sich Boomhauers jüngstes Album, und zu hören ist allerbester blueslastiger Indie-Rock, oft auch mit einem gehörigen Einschlag Punk. Musik, die ihren Ursprung definitiv vor dem digitalen Zeitalter hatte: Da kratzen die Saiten, da rauscht der Hintergrund, und da geht es ziemlich oft einfach nur voll nach vorn. Das aus Turku in Finnland stammende Trio existiert seit 1998, hat insgesamt acht EPs, Alben und Split-Singles herausgebracht, und ist vor allem als formidabler und exzessiver Live-Act bekannt, der unermüdlich durch Europa tourt. Roher Garagen-Rock meets Country, wüster Trash goes Indie – das ist weit mehr als nur Punkrock, das ist kurz und schmerzlos, energiegeladen und gut.
www.myspace.com/boomhauermusic
Telekinesis (Indie-Rock, Seattle/USA)
Ein ordentlicher Sixties-Einschlag, gelegentliche Neo-Folk-Sprengsel, hymnenhafte Refrains und Mitgröhl-Singalongs, gepaart mit dezent verzerrten und verhallten Gitarren, nach vorne treibenden Drums und weezerscher Humorigkeit. Das sind in etwa die Zutaten aus denen das Telekinesis-Mastermind Michael Benjamin Lerner seine ganz eigene Version von Indie-Rock zusammenbastelt. Live unterstützt von wechselnden Musikern, mutiert dieses sympathisch krude und funkelnde Zutaten-Universum in Sound zu einem Breitwand-Indie-Rock, der immer wieder aus dem Hinterhalt zu überraschen weiß. Einfach außergewöhnlich. “Clap your hands, babies and bang your heads – it’s Telekinesis!”
www.myspace.com/telekinesismusic
Must Have Been Tokyo (New Wave, Bern/CH)
“Tanzmusik für Leute, die eigentlich nicht tanzen können.” So beschreiben die Jungs von Must Have Been Tokyo ihren Sound. Gelangweilt vom 90er-Jahre-Geschrammel formierten sich MHBT im Jahre 2003 aus den Überresten einer Luzerner Indie-Band. Sie wollten nach eigenen Angaben etwas Knackiges machen, etwas Schickes und vor allem etwas Tanzbares. Sechs Jahre später ist die Band am Ziel, denn etwas Besseres hat die Schweizer Szene derzeit nicht zu bieten: Wild, voller Leidenschaft, voller Schmerz und voller Freude – Must Have Been Tokyo feilen fernab jeglichen Hypes an ihrem ganz persönlichen Sound. Und der ist einfach atemberaubend gut.
www.myspace.com/musthavebeentokyo
Downpilot (Songwriter-Rock, Seattle/USA)
Abheben, abhauen, davonfliegen und niemals ankommen. Ständig in Bewegung bleiben, heimatlos und immer auf Achse. “Die nordamerikanische Kultur ist in gewisser Weise wurzellos”, behauptet Chefpilot Paul Hiraga. Er schreibt die Texte, singt und spielt Gitarre in der Band Downpilot, die sich Ende der 90er-Jahre in Seattle gründete. Irgendwo zwischen Americana Rock, Alternative Country, Ambient Electronica, Blues und Jazz verortet, schenkte Downpilot der Welt bisher zwei Platten, “Leaving Not Arriving” (2005) und “Like You Believe It” (2006), die von der Kritik begeistert aufgenommen wurden. Genau wie der Singer/Songwriter selbst niemals zur Ruhe kommt, erscheint auch die Musik seiner unermüdlich tourenden Band zeitlos und beweglich. Wunderschön!
They Want A Flughafen (Indie-Rock, Hannover)
Seit nunmehr sechs Jahren setzt die Band mit der ungewöhnlichen Vorliebe für Flughäfen zum konsequent hintergründigen Steilflug in die deutsche Indie-Spitze an. Kein Wunder, bietet die Zusammensetzung des Vierers um Sänger und Gitarrist Jose aus Mitgliedern so illustrer wie Trend setzender – aber auch straight unterschiedlicher – Combos wie I Defy, Byron, Situation Leclerq und United Mutations doch eine solide rockende Indie-Startbahn zu den Sternen, wie sie besser und eigenständiger nicht sein könnte. Gepaart mit deutschem und englischem Textwerk, einem Live-Ruf, der die Clubs zum Brennen bringen soll und einem unschlagbaren Sympathie-Faktor in Rock, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis They Want A Flughafen mit einer Boeing zu ihren Auftritten rund um den Planeten gekarrt werden, statt mit einem VW-Bulli. Wetten? Ab zu den Sternen…
www.myspace.com/theywantaflughafen
Noetics (Instrumental Psychedelic, Hannover)
Noetics spielen den Soundtrack für eine Generation, die durch die moderne Live- und Clubkultur geprägt ist und auf mehr steht, als schnöde musikalische Frontal-Bespaßung. Mit ihren Instrumenten erzeugt die Band kongenial die Energie elektronisch wirkender Beats und die groovende Tiefe von synthetischen Sounds und paart diese live mit einem mitreißenden Schuss Intensität, einer gehörigen Schippe Spontanität und unbändiger Improvisier-Lust. Dabei verschmelzen die Noetics Einflüsse aus Rock, Dub, Elektro und Downbeats mit Jazz, Drum & Bass und Psychedelic-Trance zu einer einzigartigen Klangwelt, die beeindruckend intensiv über die Ohren direkt ins Tanzbein zielt.









